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Cum sociis natoque penatibus et magnis
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KOLLEKTIVES WOHNEN

Kollektives Wohnen ist ein Wohnprojekt für ein Mehrfamilienhaus, das zu einer nachhaltigen Entwicklung der Städte beitragen soll. Durch das Teilen von Gemeinschaftsflächen und der Senkung der Grundfläche pro Kopf wird Wohnraum effektiv genutzt und preisgünstiges Wohnen ermöglicht. Dies kommt nicht nur Geringverdienern zugute, denn die Wohnungen eignen sich aufgrund der geringen Wohnfläche auch zur Nutzung als Sozialwohnungen. Des Weiteren soll das Leben in und zwischen Wohnräumen durch die Förderung eines Kollektiv- und Umweltbewusstseins erweitert und verbessert werden. Die Hausdynamik soll durch verschiedene Wohnungsgrößen vielseitiger werden und zu einer komplexen und langfristigen Gemeinschaft beitragen.

BEZAHLBARER WOHNRAUM

Sozialwohnungen können von Familien, deren Einkommen knapp über dem maximalen Einkommen für Sozialwohnungen liegt, nicht genutzt werden. Neubauprojekte tendieren, trotz steigender Mietpreise dazu, Wohnraumflächen größer zu bauen und Ausstattungen luxuriöser zu gestalten. Eines der Hauptziele war es deshalb bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Geringe Mietpreise sollen durch eine Reduzierung der Grundfläche von durchschnittlich 38m² auf 31,5m² pro Kopf ermöglicht werden.

LAGE

Damit sich das Wohnhaus nicht nur optisch, sondern auch kulturell integrieren kann, ist entscheidend, dass es sich in einem Stadtteil befindet, in dem bereits eine Durchmischung der Gesellschaft stattgefunden hat. Das Wohnhaus kann den Alpenerplatz und die Venloerstraße, durch seine offenen und begrünten Laubengänge ergänzen.

WOHNEINHEITEN

Das Wohnhaus verfügt über zehn Wohneinheiten. Bei den Wohnungen handelt es sich zwischen 1-Zimmer- bis 4-Zimmerwohnungen. Damit sich der Wohnraum an die Bedürfnisse der Bewohner anpassen kann, sind die inneren Wände nicht tragend und lassen sich durch einen Umbau verstellen.

SCHALTZIMMER

Durch sogenannte Schaltzimmer ist ein Umbau mit noch geringerem Aufwand möglich. Diese lassen sich bei Bedarf von einer Wohnung wegschalten und zu der anliegenden Wohnung zuschalten. Auf diese Weise kann sich eine Familie vergößern, während sich eine andere verkleinert.

ALLEINERZIEHENDE

Die 2-Zimmerwohnungen haben noch einen weiteren Vorteil. Durch ihren Zuschnitt eignen sie sich besonders für Alleinerziehende Haushalte. Denn der Wohnbereich lässt sich temporär in einen Schlafbereich umfunktionieren, ohne dass Zugang zu Bad oder Küche versperrt werden, oder es an Tageslicht in einem der Zimmer fehlt.

GEMEINSCHAFT

Um einen Ausgleich zu den kleinen Wohnungen zu schaffen und die Gemeinschaft zu fördern, verfügt das Haus über Gemeinschafts- und Begegnungsorte. Hauptaugenmerk sind die Laubengänge und das offene Treppenhaus. Daneben verfügt das Wohnhaus über einen gemeinsamen Innenhof, eine Dachterrasse, eine Wasch- und Tauschküche sowie einen gemeinsamen Mehrzweckraum.

ARCHITEKTUR

Die Architektur des Hauses ist zeichnet sich durch eine geordnete Unordnung aus. Diese soll die Dynamik der Bewohner und ihres Lebens widerspiegeln. Die begrünten Laubengänge stechen hervor und schaffen ein einheitliches Außenbild. Im Gegensatz zu isolierten Wohngebieten öffnet sich die Architektur außerdem zur Umwelt und ergänzt durch die Begrünung den Alpenerplatz.

INTERAKTION

Das Wohnhaus stellt auch eine Ladenfläche zur Verfügung. Auf diese Weise kann es sich weiter kulturell in die Umgebung integrieren. Je nach Bedarf in der Nachbarschaft könnte diese für eine Bäckerei, ein kleines Lebensmittelgeschäft oder Ähnliches genutzt werden. Die Ladenfläche bietet den Bewohnern einen weiteren Vorteil, da ein geringer Anteil des Umsatzes den Gemeinschaftsflächen des Wohnhauses zugute kommen soll.

NACHHALTIGKEIT

Das Wohnhaus ist nicht nur als Niedrigenergiehaus konzipiert. Eine Besonderheit des Hauses ist, dass es als Holzplattensystem gebaut wird. Durch die Verwendung von Holz als Hauptmaterial wird größtenteils auf ressourcenintensive Materialien verzichtet. Es sollen ausschließlich zertifzierte Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern mit PEFC- oder FSC-Zertifizierung verwendet werden. Des Weiteren soll der Baustoff bestenfalls aus der Region kommen, um weite Transportwege zu ersparen. Tragekonstruktionen aus Holz können, im Gegensatz zu Stahl- und Betonkonstruktionen, zu einer Reduzierung von 50-90% der grauen Energie und Treibhausgasemissionen beitragen. Da vorgefertigte Holzplattensysteme einen günstigen und schnellen Bau ermöglichen, werden außerdem weitere Kosten gespart. Der Aspekt der Nachhaltigkeit kann so von einer bloßen Reduzierung der Betriebsenergie von Gebäuden auf ein CO2 neutrales Bauen, sowie ein gesundes Raumklima erweitert werden.